Montag, 20. August 2012

Tod

Wir sind umzingelt vom Tod. Überall um uns herum lauert er, wartet, schlägt zu.
Der Tod kann viele verschiedene Gründe haben .. - Altersschwäche oder eine Krankheit (wie zum Beispiel Krebs oder Aids) .. oder auch .. , dass man Angst bekommt. Eine undurchdringliche Mauer aus Angst, die sich vor einem Aufbäumt. Eine Mauer aus Angst, Verzweiflung, Versagen, unerfüllbaren Träumen und Verletzungen ..
 » Das Leben ist kein Ponyhof. « - nicht mal ansatzweise. Die heutigen Anforderungen, die von der Gesellschaft an die Kinder/Teenager - die Zukunft der Alten - gestellt werden, sind monströs. Sie entstehen von jetzt auf gleich. Von jetzt auf gleich muss sich der Teenager richtig entscheiden und alles perfekt machen, muss die Aufgaben des Lebens fehlerfrei beenden, muss auf hoch Ganz poliert sein. Ich (als Individuum und als eine von Millionen Vertreterinnen/Vertreter der Teenager) finde, dass die Gesellschaft rücksichtslos ist und die Realität nicht wahr nimmt. Die Personen, die auf den hohen Plätzen sitzen und sagen, wo es lang geht, sind die, die in ihrer Kindheit immer den Kürzeren gezogen haben - Bestrafung mit dem Rohrstock, Unterdrückung durch die Eltern. - Sie müssten doch am besten wissen, wie sich Überforderung anfühlt. Doch anstatt den Teenagern ihre eignen Entscheidungen treffen zu lassen, werden die, die ihre Individualität und Kreativität (sei es durch Musik, Körperkunst, Kunst oder Texte) zum Ausdruck bringen 'gehatet' von ihren Mitmenschen, weil diesen der eigene Individualismus ausgetrieben wurde und ihnen von Kind auf ein Weg zugewiesen wurde, den sie nicht verlassen dürfen, und von den 'Erwachsenen' behandelt wie ein Außenseiter. Es gibt viele solcher Fälle. Nein, ich klage nicht an. Ich teile meinen Standpunkt.
 Durch das ganze 'gehate' und durch die ganze Unterdrückung und durch die Anforderungen, die wir (die Teenager) nicht erfüllen können, wird das Gefühl des Selbsthasses und das Gefühl 'ich-bin-nutzlos-und-kann-nichts-erreichen-weil-ich dieses-und-jenes-nicht-kann' gestärkt und vergrößert. Durch Momente des Sieges/des Erfolges werden diese zwei Gefühle für eine Zeit .. ausgeblendet. Doch nach einer Zeit kommen sie wieder, sie überrumpeln einen und so kommen noch mehr negative Gefühle dazu. Das ganze führt dann zu einer Überkompensation der negativen Gefühle und lässt den Teenager leichtsinnig werden .. lässt sein eigentlichen Charakter verblassen .. lässt ihn auf eine Weise verrückt werden [meiner Meinung nach].
Der Teenager ist dann nicht mehr er selbst .. er ist in einer Schlucht gefangen, aus der er, so scheint es, nicht mehr heraus kann. - Das Gefühl der Angst wird verstärkt .. die einzige Lösung scheint der Tod ..
 Es gibt viele Fälle von Teenagern, die Selbstmord begangen haben .. wir nehmen sie kaum wahr .. aber die Nächsten potenziellen Selbstmörder sind überall - jeder Teenager kennt diese Gefühle .. jeder hat Angst .. Angst vor dem Versagen .. doch der Tod ist keine Lösung ..
 » Manchmal schmerzt das Bleiben mehr, als das Gehen. « - Masha Kaleko
  → Als 'Überlebender' auf der Erde zu sein, verlassen vom Partner, von der Freundin, von der Mutter, vom Vater durch Selbstmord ist eine schwerere Bürde. Die Verbliebenen werden die schlechten Gewissen ein Leben lang mit sich rumtragen - vielleicht sogar grundlos - sie werden ein Leben lang trauern und sich Vorwürfe machen .. wen man Geht .. dann ist man weg, man hat seinen Frieden gefunden und muss sich keine Sorgen mehr machen .. doch um welchen Preis ? Der Preis der Tränen derer, die du am meisten liebtest, der Preis der Trauer um dich, der Preis der Verzweiflung der Menschen, denen du was bedeutet hast .. wenn es kein Leben nach dem Tod gibt, dann hat man als Gehender nichts zu befürchten, man muss die Trauernden nicht beim Trauern, beim Weinen sehen und hat seinen Frieden .. aber man hat ERLÖSUNG!

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